Content-Optimierung: Welche Reihenfolge ist die beste?

Wie sollte ein Unternehmen vorgehen, wenn es seine Inhalte für Content-Strategie und Content-Marketing auf Vordermann bringen will? Im Artikel “Rückwärts in die Content-Zukunft” auf Zielbar mache ich einen Vorschlag. Dazu stelle ich das “Content-Sonnensystem” vor und erkläre, warum sich Unternehmen rückwärts in die Content-Zukunft bewegen sollten.

Besonders wichtig war es mir, dass die unterschiedlichen Aufgaben, welche die einzelnen Content-Arten erfüllen müssen, deutlich werden.

Das Content-Sonnensystem zeigt, welche unterschiedlichen Aufgaben einzelne Content-Arten haben können.

Das Content-Sonnensystem zeigt, welche unterschiedlichen Aufgaben einzelne Content-Arten haben können. Dieses hier könnte zu einem hochpreisigen Kühlschrank passen.

Die Aufteilung des Content-Sonnensystems hat Anleihen am klassischen Sales-Funnel, ist aber dennoch völlig anders: Anders als beim Sales-Funnel, der im Grunde nur den Weg des Geldes beschreibt und der Kunde deshalb sinnbildlich am Ende einfach unten rausfällt (weshalb er für mich aussieht wie eine “geldfressende Pflanze”), zeigt das Content-Sonnensystem dreierlei:

  1. Nach dem Kauf geht’s erst richtig los: Weil Kundenloyalität für den Geschäftserfolg immer bedeutender wird, kann der Kauf nicht das Ende der Geschichte sein. Loyalitäts-Content muss dafür sorgen, dass Kunden dem Unternehmen auf Dauer gewogen bleiben.
  2. Der Kunde gestaltet seine Customer Journey selbst: In einem Trichter gibt es nur eine Richtung: Richtung Kasse und Tschüss. Wieder umdrehen? Ist nicht vorgesehen. Im Content-Sonnensystem können sich die Kunden frei bewegen, vor und zurück, ganz nach Belieben. Auch ein Stammkunde mag Werbespots aus der Kennenlernphase interessant finden. Es wird ja immer wieder behauptet, Menschen würden solche Content-Arten nach dem Kauf besonders intensiv wahrnehmen, um ihre eigene Entscheidung als richtig zu bestätigen.
  3. Wir wissen nie, wo ein Konsument das Content-Sonnensystem eines Unternehmens betritt und welchen Weg er dort im Anschluss nimmt. Anhand des Content-Sonnensystems kann man diese Selbstständigkeit in der Routenwahl besser darstellen, da gibt es viele Varianten.

Jedes Produkt, jede Marke hat sein eigenes Content-Sonnensystem, die Grafik zeigt nur einen Vorschlag. B2B-Unternehmen werden in der Regel weniger Kennenlern-Content haben, dafür umso mehr Neugierde- und Loyalitäts-Content. Bei FMCG-Produkte verhält es sich  anders herum. Das bedeutet: Je nach Marke oder Produkt oder Ziel ändert sich das Content-Sonnensystem sehr stark. Es gibt keine Gesetzmäßigkeit für alle. Ich hoffe, dass ich bald die Zeit finde, auf diese Form der Content-Analyse in weiteren Artikeln einzugehen.

Liebe Kollegen von axeptDESIGN: Danke Euch für die grafische Aufbereitung des Sonnensystems!

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  2. Funktionen von Content in der erfolgreichen Online Kommunikation - Friedacon Online Consulting - 19.01.2017

    […] Dank an Doris Eichmeier für die freundliche Freigabe der […]

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